Marietta
Petkova wurde 1968 in Russe, Bulgarien, geboren.
1986 schloss sie ihr siebenjähriges Studium am örtlichen
Konservatorium mit einer Goldmedaille ab und studierte dann
ein Jahr an der Musik-Akademie in Sofia bei Lili
Atanassova und Gina Tabakova.
Darauf studierte
sie zwei Jahre an der Hochschule für Musik und Darstellende
Kunst in Wien bei Paul Badura-Skoda,
der über sie schrieb: "Selten habe ich eine Schülerin
gehabt, in wem Intelligenz, Gefühl und technisches Vermögen
so perfekt im Gleichgewicht sind. Trotz
ihrem jugendlichen Alter ist Marietta Petkova eine ganz reife
Künstlerin. Wenn sie spielt, ist sie völlig versunken
in der Musik und in dieser Weise imstande, ihre Zuhörer,
einschließlich mich selbst, tief zu rühren".
1989/90 war sie
Resident Artist an 'The Banff Centre for Arts' in Kanada. Im
Jahre 1990 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Amsterdam, wo sie
am Sweelinck Conservatorium bei Jan Wijn
weiterstudierte und 1994 ihre Studien mit der denkbar höchsten
Auszeichnung abschloss.
In einem Interview
in 'Pianowereld' sagte Jan Wijn: "Marietta Petkova ist
ein Naturtalent. Als ich sie zum erstenmal spielen hörte,
dachte ich, sie müsste in einem vorigen Leben auch schon
Pianistin gewesen sein. Das heißt nicht, dass ich sie
nichts mehr lehren konnte, sondern, dass die Art und Weise,
wie sie ihre Hände auf das Klavier stellte und die Tasten
berührte, für mich ganz neu war. Niemals hatte ich
jemanden mit so viel Affinität für Musik und für
das Klavier selbst gesehen".
Inzwischen hat
sie an verschiedenen Meisterkursen teilgenommen. Seit 1989 war
ihr großer Lehrmeister György
Sebök (1922-1999) in Ernen (die Schweiz), von
dem sie für den Rest ihres Lebens beeinflusst worden ist.
1999 sagte Marietta Petkova: "Was ich noch lernen werde,
werde ich von ihm lernen.
Preise
Marietta
Petkova war erst 10 Jahre alt, als sie 1978 den Grand Prix beim
Nationalen Klavierwettbewerb in Bulgarien
gewann. Danach folgten Preise in: Italien,
Salerno 1981, Senigallia 1985, Enna 1989, Cantù 1993;
der Tschechoslowakei, Ustinad Labem
1983: 1. Preis und Tibor Katai Preis beim 'Virtuosi di Pianoforte'
Wettbewerb; Bulgarien, Sofia 1983,
Pleven 1984; Portugal, Lissabon
1987: 'Vianna da Motta' Wettbewerb; Österreich,
Wien 1988: Rombro Stepanow' Wettbewerb; der
Schweiz, Vevey 1989: 2. Platz am berühmten Clara
Haskil Wettbewerb; den Niederlanden:
Gewinnerin ex aequo beim 'Eduard Flipse' Wettbewerb 1990 in
Rotterdam, Gewinnerin vom 'Yamaha Music Foundation Europe Award'
1993, vom 3. Preis beim Scheveningen International Music Competition'
1994, vom 'Toonkunst Jubileum Prijs' 1994, und vom 'Helge Domp
Prijs' 1994. In Frankreich erhielt
sie im Jahre 1993 den ehrenvollen Titel Lauréate
Juventus' von der Nicolas-Ledoux-Stiftung
im Namen des Europarates.
Orchester
/ Konzerthallen / Festspiele
Marietta
Petkova konzertiert in ganz Europa, in Nordamerika und in Japan,
mit Soloabenden, Kammermusik und als Solistin: z.B. bei dem
Kammerorchester Lausanne, dem Concertgebouw Kammerorchester,
dem Kammerorchester der Niederlande, dem Radio Sinfonie Orchester
aus Holland, dem Kammerorchester Arcata Stuttgart, dem Staatsphilharmonischen
Orchester aus Russe, der Lausanner Sinfonietta, der Württembergischen
Philharmonie Reutlingen, dem Budapest Concert Orchestra, demTchaikovsky
Conservatory Orchestra Kiev, dem Noordhollands Philharmonisch
Orkest und dem Noord Nederlands Orkest.
Seit
ihrem erfolgreichen Solodebüt im Großen Saal des
Concertgebouw in Amsterdam
erscheint Marietta Petkova regelmäßig
in den wichtigsten niederländischen Konzertsälen.
Andere nennenswerte Säle sind z.B. Théâtre
de la Ville, Salle Pleyel und Théâtre du Châtelet
in Paris, Liederhalle Stuttgart,
Beethoven Haus Bonn, National Gallery
Washington, Palacio Nuñez
Madrid, Tonhalle Zürich
und Salle Paderewski Lausanne.
Marietta
Petkova war zu Gast beim Festival Carinthischer Sommer in Österreich,
bei den Festivals von Montreux-Vevey, Dijon, St. Riquier und
Lille, beim Festival Chopin in Paris, beim Festival Juventus,
beim 'Rotterdam Philharmonic Philips Gergiev Festival', beim
'Yokohama International Piano Festival', beim Festival der Zukunft
in Ernen und bei 'Flâneries Musicales de Champéry'.
